MTB Schaltung einstellen: Leitfaden für die Feinabstimmung Ihrer Mountainbike Schaltung

Fahrer auf einem MTB
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MTB Schaltung einstellen: Leitfaden für die Feinabstimmung Ihrer Mountainbike Schaltung

Titelbild: CC by wirestock auf Freepik

 

Die Kette springt oder es klickt beim Schalten? Dann könnte eine falsch eingestellte Schaltung der Grund sein. Woran Sie diese erkennen können, wieso die richtige Einstellung so wichtig ist und wie Sie in drei einfachen Schritten Ihre MTB-Schaltung einstellen können, zeigen wir Ihnen nachfolgend.

Bedeutung einer richtig eingestellten Schaltung am Mountainbike

Eine schlecht eingestellte Schaltung beim Mountainbike können Sie daran erkennen, dass die Kette springt, klickt oder schleift. Das ist nicht nur nervig, sondern kann für die Antriebskomponente unnötigen Verschleiß bedeuten. Diesen vermeiden Sie, indem Sie die MTB Schaltung einstellen lassen oder die Einstellung ganz einfach anhand unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung (siehe unten) durchführen. Die Schaltung beim Mountainbike sollte also exakt eingestellt sein, um den Verschleiß zu begrenzen.

Besondere Herausforderungen des MTB Schaltwerks

Im Vergleich zu anderen Fahrradtypen, beispielsweise dem Rennrad, bietet das Schaltwerk beim Mountainbike die Möglichkeit, größere Kassetten zu nutzen und entsprechend eine kleinere Übersetzung zu realisieren. Außerdem finden Fahrten auf dem MTB meist auf hügeligem und ruppigem Gelände statt. Durch die Erschütterungen kann es ggf. dazu kommen, dass die Kette von der Kurbel springt oder gegen die Strebe schlägt und diese beschädigt. Um Verschleiß und Schäden entgegenzuwirken, gibt es eine spezielle Technologie, genannt „Clutch-Technologie“. Hier wird der Käfig des Schaltwerks aufgrund einer erhöhten Federspannung nach hinten gezogen und die Kette wird auf Spannung gehalten.

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Funktionsweise der MTB Schaltung

Bei Mountainbikes sind aktuell in der Regel Kettenschaltungen verbaut. Die Kette wird über unterschiedliche Kombinationen von Kettenblättern und Ritzeln geleitet. Entsprechend kommt es hier zu unterschiedlichen Übersetzungen. An der Kurbel befinden sich die Kettenblätter, davon gibt es meist ein oder zwei, selten drei. Blicken wir in Richtung Hinterradnabe, sehen wir auf dem Freilauf eine Kassette von Ritzeln, meist 11 oder 12, selten weniger.

Während die Position des Umwerfers bestimmt, über welches Ritzel die Kette geleitet wird, ist das Schaltwerk dafür zuständig, die Kette auf eines der Ritzel zu leiten. Je größer das Kettenblatt, desto größer die Übersetzung. Je größer das Ritzel am Hinterrad, desto niedriger ist hingegen die Übersetzung. Die Übersetzung gibt an, wie viele Umdrehungen das Hinterrad bei einer Umdrehung der Kurbel zurücklegt.

Schaltung einstellen beim MTB - Vorbereitung ist das A und O

Möchten Sie die Schaltung Ihres Mountainbikes einstellen, muss dieses so positioniert werden, dass sich das Hinterrad frei drehen lässt. Hierfür eignet sich am besten ein Montageständer oder eine Sattelstütze bei empfindlichen Rahmen, wie Carbon-Rahmen. Alternativ können Sie das Rad auch auf den Kopf stellen. Achten Sie außerdem, bevor Sie mit der Einstellung loslegen, darauf, dass Kette wie auch Ritzel gut geputzt sind.

Bevor Sie loslegen, gilt es auch andere mögliche Ursachen für die problematische Schaltung zu kontrollieren. Dazu gehören ein verbogenes Schaltauge, ein verbogener Schaltkäfig und stark verschlissene Komponenten - wie Züge und Außenhüllen -, die ausgetauscht werden sollten. Außerdem kann es sein, dass ein neuer Schaltzug sich nach einigen Fahrten ausdreht und entsprechend nicht mehr so präzise funktioniert wie zu Beginn. In diesem Fall ist nur eine Nachjustierung notwendig.

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MTB Schaltung einstellen - Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Schaltwerk lässt sich im Grunde ganz einfach mit Hilfe eines Kreuzschlitzschraubenziehers und drei Parametern einstellen:

  • Zugspannung
  • Schaltwerkanschläge
  • Kettenumschlingung

Gehen Sie dafür wie folgt vor:

1. Oberen Anschlag einstellen

Springt Ihre Kette von der Kassette, dann stimmen die Anschläge nicht. Diese lassen sich anhand zweier Schrauben einstellen: die L-Schraube für den oberen und die H-Schraube für den unteren Anschlag. Beginnen wir mit dem oberen Anschlag.

Dafür drücken Sie Ihr Schaltwerk durch und schauen, wie weit es schaltet. Gelangt das Schaltwerk nicht in den obersten Gang, dann ist die Begrenzung zu hoch. Entsprechend gilt es, diese zu verringern, indem Sie die L-Schraube in viertel oder halben Schritten herausdrehen, also gegen den Uhrzeigersinn. Ist die Begrenzung hingegen zu gering, müssen Sie die L-Schraube in kleinen Schritten im Uhrzeigersinn hereindrehen.

2. Unteren Anschlag einstellen

Nun widmen wir uns dem unteren Anschlag: Hierfür müssen Sie zunächst die Zugspannschraube am Schalthebel komplett hereindrehen und so die Zugspannung herausnehmen. Schalten Sie anschließend in den schwersten Gang und prüfen Sie die Begrenzung. Schaltet das Schaltwerk nicht mehr in den schwersten Gang, ist es zu stark begrenzt und Sie müssen die H-Schraube gegen den Uhrzeigersinn drehen. Ist die Begrenzung zu gering, drehen Sie die H-Schraube analog im Uhrzeigersinn. Auch hier wieder in kleinen Schritten. Letztendlich sollte die Kette beim Schaltvorgang leicht und exakt auf das nächste Ritzel springen.

3. Zugspannung anpassen

Nun geht es an die Feinjustierung. Kurbeln Sie die Pedale an und schalten Sie von Gang zu Gang. Währenddessen erhöhen Sie die Zugspannung nach und nach, indem Sie die Zugspannschraube am Schalthebel herausdrehen. So lange, bis die Gangschaltung wieder funktioniert. Woran das zu erkennen ist?

Hier ist das Timing entscheidend. Schaltet das Schaltwerk zu früh, ist die Zugspannung zu hoch und die Einstellschraube muss etwas hereingedreht werden. Schaltet es hingegen zu spät, dann ist die Zugspannung zu gering und Sie müssen die Einstellschraube etwas herausdrehen.

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Zusatz: Umwerfer justieren

1. Obere Begrenzung einstellen

Hier ist die L-Schraube für die untere und die H-Schraube für die obere Begrenzung verantwortlich. Um den unteren Anschlag einzustellen, stellen Sie vorne auf das kleinste Kettenblatt und hinten auf das größte Ritzel. Der Abstand zwischen Kette und innerem Leitblech sollte nur so breit sein, wie eine 10-Cent-Münze dick ist. Ist die Lücke zu eng und die Kette schleift am inneren Leitblech, ist der Umwerfer zu stark begrenzt. Das ändern Sie, indem Sie die L-Schraube Schritt für Schritt herausdrehen, also gegen den Uhrzeigersinn. Ist die Lücke hingegen zu groß, ist die Begrenzung zu gering und sie müssen die L-Schraube im Uhrzeigersinn hereindrehen.

2. Untere Begrenzung einstellen

Um den oberen Anschlag einzustellen, stellen Sie hinten auf das kleinste Ritzel und vorne auf das größte Kettenblatt. Die optimale Einstellung ist dann erreicht, wenn die Kette nicht mehr am äußeren Leitblech schleift. Ist ein Schleifen zu erkennen, ist die Begrenzung zu hoch und es gilt diese während dem Kurbeln zu verringern, indem Sie die H-Schraube gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis die Kette nicht mehr schleift.

3. Feinjustierung

Im letzten Schritt geht es an die Feinjustierung. Dafür schalten Sie in einen der mittleren Gänge und anschließend nach oben und unten. Schaltet der Umwerfer zu spät nach unten, ist die Spannung zu hoch. Dieses Problem beheben Sie, indem Sie die Schraube am Schalthebel hereindrehen. Schaltet der Umwerfer zu spät nach oben, ist die Spannung zu gering und die Zugschraube muss herausgedreht werden.

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