Der ideale Reifendruck für Ihr Mountainbike: Maximale Kontrolle und Effizienz

Der ideale Reifendruck für Ihr Mountainbike: Maximale Kontrolle und Effizienz
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Der ideale Reifendruck für Ihr Mountainbike: Maximale Kontrolle und Effizienz

Titelbild: cc by Greg Rosenke auf Unsplash

Inhaltsverzeichnis

 

Das Mountainbike ist besonders für sportliche Fahrer der perfekte Begleiter im Sommer. Doch nicht nur die richtige Größe des Bikes und die Einstellungen der einzelnen Komponenten sind von großer Bedeutung, sondern auch der Reifendruck. Den passenden Reifendruck zu finden ist nicht einfach, doch sehr wichtig. Warum das so ist, wie hoch der Reifendruck beim Mountainbike sein sollte und welche Auswirkungen ein zu hoher oder zu niedriger Reifendruck hat, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

[Close Up Bild von einem Mountainbikereifen auf einem natürlichen Untergrund]

 

Bedeutung des richtigen MTB Reifendrucks

Der Reifendruck beeinflusst maßgeblich eine Reihe von Faktoren, die wiederum Auswirkungen auf das Fahrgefühl haben. Darunter folgende:

  • Rollwiderstand
  • Traktion: Je mehr Bodenkontakt, desto mehr Traktion
  • Grip: Reifen greift in den Untergrund und überträgt Lenkbewegungen ohne Übersteuern oder Rutschen
  • Dämpfung und Vortrieb: Mit geringem Reifendruck sinkt das Hindernis beim Überfahren in den Reifen ein. Traktion und Vortrieb werden begünstigt und Dämpfungseigenschaften verbessert
  • Stabilität des Reifens auf der Felge: Bei zu geringem Reifendruck schwimmen die Reifen auf der Felge, bei zu hohem Druck fehlt der Grip
  • Durchschlagschutz: Der optimale Reifendruck schützt im Falle einer Panne oder Beschädigung auch die Felge

 

Richtwerte für den Reifendruck Ihres Mountainbikes

Der perfekte Reifendruck kann pauschal nicht genannt werden, denn hier kommt es immer auch auf den Fahrstil an. Je nach Einsatzgebiet können Sie sich an den Werten orientieren, die auf dem Reifen angegeben sind. Ein guter Ausgangspunkt ist der Mittelwert zwischen minimalem und maximalem Druck. So haben Sie ein gutes Verhältnis zwischen Grip, Geschwindigkeit und Komfort, verlieren aber nicht das Gefühl für den Untergrund und das Fahrwerk.

In der Regel ist ein Reifendruck zwischen 2,0 bar bzw. 29 PSI bis und 2,2 bar bzw. 32 PSI ausreichend, um genug Traktion und Grip zu bekommen und gleichzeitig Durchschläge zu verhindern.

 

Reifendruck bei Tubeless- vs. Schlauchreifen

Um den optimalen Reifendruck für Ihr Mountainbike zu finden, sollten Sie beachten, dass auch die Art der Reifen einen Unterschied macht.

Tubeless-Reifen

Fahren Sie tubeless, also mit schlauchlosen Reifen, wird die Luft durch Drittmittel und Ventile im Reifen gehalten. Das Reifen-Setup ist daher unempfindlich gegen Durchschläge und das Dichtmittel füllt zusätzlich kleine Löcher.

Der Richtwert für den Reifendruck bei Tubeless-Reifen sieht wie folgt aus:

Reifen

bar

PSI

Vorne

1,9 bar

28 PSI

Hinten

2,0 bar

30 PSI

Schlauchreifen

Beim Fahren mit Schlauch auf der anderen Seite sollten Sie den Reifendruck um 5 PSI erhöhen.

Hier eine Orientierungshilfe für Ihren Reifendruck mit Schlauchreifen:

Reifen

bar

PSI

Vorne

2,3 bar

33 PSI

Hinten

2,4 bar

35 PSI

 

MTB Luftdruck auf spezifische Fahrbedingungen anpassen

Der Luftdruck Ihrer Reifen hängt von Ihrem Fahrstil ebenso wie von den jeweiligen Fahrbedingungen ab.

MTB Luftdruck auf spezifische Fahrbedingungen anpassen

Wer schnell fahren möchte und dafür auf Komfort verzichtet, der kann den Reifendruck schrittweise um 0,2 bar bzw. 3 PSI erhöhen und das Rad dazwischen Probe fahren. Bei 2,6 bar sollte aber spätestens Schluss sein. Sonst kann der Reifen platzen.

[Bild von einem Downhill Mountainbiker in Action]

Komfortabler Fahrstil

Fahren Sie lieber komfortabel, können Sie den Reifendruck schrittweise um 0,2 bar bzw. 3 PSI senken und dazwischen testen, wie Ihr Fahrgefühl ist. Gehen Sie allerdings nicht niedriger als 1 bar.

Reifendruck bei wechselndem Terrain

Sind Sie häufig auf wechselnden Untergründen unterwegs, lohnt sich die Anschaffung eines Luftdruckmessgerätes. Damit können Sie auch unterwegs den Reifendruck individuell an das Terrain anpassen. Bergauf wird meist der Reifendruck erhöht, um den Rollwiderstand zu senken und bergab sorgt ein geringerer Luftdruck im Mountainbike für mehr Grip und Komfort.

[Bild einer Person, die den Reifendruck eines Mountainbikes mit einem Luftdruckmessgerät misst]

Unterschiedlicher Reifendruck auf Vorder- und Hinterreifen

Es besteht aber auch die Möglichkeit, mit unterschiedlichem Luftdruck in Vorder- und Hinterreifen zu fahren. Und zwar, wenn Sie ohnehin einen weicheren Vorder- und einen härteren Hinterreifen an Ihrem Mountainbike haben. Beginnen Sie zunächst mit 0,2 bar Unterschied. Dabei sollte der Vorderreifen stets weniger Druck haben als der Hinterreifen. Für Strecken im Stadtverkehr oder intensive Trainingseinheiten können Sie die Differenz zwischen beiden Reifen auf bis zu 0,5 bar erhöhen. So dient der Hinterreifen mit höherem Luftdruck dem effizienten Vortrieb, während der Vorderreifen mit weniger Luftdruck für ausreichend Grip zum Kurvenfahren und Bremsen sorgt.

[Tabelle mit empfohlenem Reifendruck je nach Fahrstil]

 

Hoher vs. niedriger Reifendruck

Wie schon erwähnt, kann der Reifendruck einen Einfluss auf das Fahrgefühl haben und mitunter den Rollwiderstand, die Traktion und die Stabilität des Reifens auf der Felge beeinflussen. Während ein Reifen mit hohem Druck schnell ist, hat ein weicher Reifen mehr Grip, ist allerdings anfälliger für Reifenpannen. Die folgende Übersicht zeigt einige weitere Unterschiede zwischen hohem und niedrigem Reifendruck:

Hoher Luftdruck

Niedriger Luftdruck

Geringer Rollwiderstand auf Asphalt

Geringer Rollwiderstand im Gelände

Mehr Stabilität des Reifens

Mehr Traktion

Höherer Durchschlagschutz

Höherer Komfort

[Infografik mit Vergleich von höherem und niedrigerem Reifendruck bzgl. Grip, Federung, Stabilität auf Felge, Durchschlagschutz etc.]

 

Auswirkungen von zu viel oder zu wenig Luftdruck

Was passieren kann, wenn Ihr Mountainbike einen zu hohen oder zu niedrigen Reifendruck aufweist, erfahren Sie im Folgenden.

Zu hoher Reifendruck

Ein zu hoher Reifendruck kann zwar eine höhere Geschwindigkeit bedeuten, aber auch weniger Traktion, Grip und entsprechend einen längeren Bremsweg, da weniger Lauffläche auf dem Untergrund aufliegt. Greift der Reifen aufgrund zu hohen Reifendrucks nicht in den Untergrund ein, kann es zum Übersteuern oder Rutschen kommen.

Zu niedriger Reifendruck

Ist der Reifendruck auf der anderen Seite zu gering, kann es zu sogenannten schwimmenden Reifen kommen. Die Stabilität des Reifens auf der Felge leidet und es kann zu Durchschlägen beim Überfahren von Wurzeln oder Steinen kommen und sowohl der Reifen als auch die Felge können Beschädigungen davon tragen.

[Infografik oder Tabelle zur Gegenüberstellung der Konsequenzen von zu hohem und zu niedrigem Reifendruck]

 

Wie finde ich den optimalen Reifendruck für mein Mountainbike?

Stellen Sie zunächst sicher, dass Ihr Mountainbike technisch in Ordnung ist und Gabel sowie Dämpfer nach Herstellerempfehlung auf Ihr Gewicht und Ihren persönlichen Fahrstil eingestellt sind. Außerdem sollten Rahmen und Laufräder in Ordnung und die Reifen nicht älter als zwei Jahre sein. Haben Ihre Reifen noch mindestens 70 Prozent des Originalprofils, dann sind Sie startklar und können den Luftdruck nach Ihrem Wunsch anpassen.

Sind sie gerne schnell unterwegs, können Sie den oben empfohlenen Reifendruck in Schritten von 0,1 bar erhöhen, bis sie ein optimales Fahrgefühl haben. Legen Sie stattdessen großen Wert auf Grip und Komfort, dann können Sie den Luftdruck schrittweise um 0,1 bar senken, bis das Fahrgefühl stimmt.

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