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Ein platter Reifen, ein defekter Schlauch oder Wartungsarbeiten an der Nabe – es gibt verschiedene Gründe, warum das Hinterrad eines Fahrrads ausgebaut werden muss. Bei Fahrrädern mit Nabenschaltung ist dieser Vorgang etwas aufwendiger als bei Modellen mit Kettenschaltung, da zusätzlich der Schaltzug und teilweise auch die Bremse berücksichtigt werden müssen.
Mit etwas Vorbereitung ist der Ausbau jedoch auch für Hobby-Schrauber gut machbar. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, welches benötigt wird und wie Sie das Hinterrad bei einer Nabenschaltung Schritt für Schritt ausbauen und wieder montieren.
Warum ist der Ausbau bei einer Nabenschaltung anders?
Nabenschaltungen gelten als besonders robust und wartungsarm. Da sich die Schaltmechanik geschützt im Inneren der Hinterradnabe befindet, ist sie deutlich weniger anfällig für Schmutz, Feuchtigkeit und äußere Einflüsse als eine klassische Kettenschaltung. Genau dieser Aufbau sorgt jedoch dafür, dass beim Ausbau des Hinterrades einige zusätzliche Arbeitsschritte notwendig sind.
Während bei einer Kettenschaltung häufig nur die Achsbefestigung gelöst werden muss, ist das Hinterrad bei einer Nabenschaltung zusätzlich mit dem Schaltzug verbunden. Je nach Fahrradmodell können außerdem weitere Komponenten wie eine Rücktrittbremse, Rollenbremse oder Trommelbremse berücksichtigt werden müssen.
Die gute Nachricht: Auch wenn der Ausbau zunächst kompliziert wirkt, folgt er meist einem klaren Ablauf. Wer sich etwas Zeit nimmt und die einzelnen Schritte sorgfältig durchführt, kann das Hinterrad problemlos selbst ausbauen.
Welches Werkzeug wird benötigt?
Für den Ausbau des Hinterrades wird in der Regel nur wenig Werkzeug benötigt. Die genaue Ausstattung hängt vom Fahrradmodell und der verbauten Nabenschaltung ab, häufig reichen jedoch bereits wenige Handgriffe aus.
| Werkzeug | Verwendung |
|---|---|
| Maul- oder Ringschlüssel (meist 15 mm) | Lösen der Achsmuttern |
| Inbusschlüssel | Je nach Fahrradmodell |
| Arbeitshandschuhe | Schutz vor Schmutz und Fett |
| Montageständer (optional) | Erleichtert die Arbeit |
| Smartphone | Dokumentation der Bauteile |
Besonders hilfreich ist es, vor dem Ausbau ein oder zwei Fotos von der Schaltzugführung und den Unterlegscheiben zu machen. Beim späteren Zusammenbau lässt sich so schnell überprüfen, ob alle Komponenten wieder korrekt montiert wurden.

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Hinterrad bei einer Nabenschaltung ausbauen
Bevor Sie mit dem Ausbau beginnen, sollte das Fahrrad sicher stehen. Ein Montageständer erleichtert die Arbeit erheblich, alternativ kann das Fahrrad vorsichtig auf Lenker und Sattel gestellt werden. Achten Sie darauf, empfindliche Anbauteile wie , oder nicht zu beschädigen.
Schaltzug entspannen und lösen
Damit sich das Hinterrad später problemlos ausbauen lässt, muss zunächst die Verbindung zwischen Schaltzug und Nabenschaltung gelöst werden. Je nach Hersteller erfolgt dies etwas unterschiedlich. Bei vielen Modellen empfiehlt es sich, den Schaltzug zunächst zu entspannen. Informationen dazu finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihrer Nabenschaltung.
Wenn Sie den Ausbau zum ersten Mal durchführen, kann es hilfreich sein, vorab ein Foto der Schaltzugführung anzufertigen. So gelingt der spätere Zusammenbau deutlich einfacher.
Bremse lösen
Verfügt Ihr Fahrrad über eine Rücktritt-, Rollen- oder Trommelbremse, muss diese vor dem Ausbau ebenfalls gelöst werden. Welche Schritte dafür notwendig sind, hängt vom jeweiligen Bremssystem ab.
Nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit, da eine falsch montierte Bremse die Fahrsicherheit beeinträchtigen kann.
Achsmuttern entfernen
Sobald Schaltzug und Bremse gelöst wurden, können die Achsmuttern auf beiden Seiten des Hinterrades entfernt werden. Achten Sie dabei besonders auf die Reihenfolge von Unterlegscheiben und Sicherungselementen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, diese Bauteile beim Zusammenbau zu vertauschen. Legen Sie die Teile deshalb am besten in der Reihenfolge ab, in der Sie sie demontieren.
Kette abnehmen und Hinterrad herausziehen
Nach dem Lösen der Achsbefestigung wird das Hinterrad leicht nach vorne geschoben. Dadurch entspannt sich die Kette und kann vom Ritzel genommen werden.
Anschließend lässt sich das Hinterrad nach unten aus dem Rahmen herausziehen. Nun haben Sie freien Zugang zu Reifen, Schlauch oder Nabe und können die gewünschten Wartungsarbeiten durchführen.
Hinterrad wieder einbauen und Kettenspannung einstellen
Nach einem Schlauchwechsel oder einer Reparatur erfolgt der Einbau grundsätzlich in umgekehrter Reihenfolge. Zunächst wird das Hinterrad wieder in die Ausfallenden des Rahmens eingesetzt und die Kette auf das Ritzel gelegt.
Besonders wichtig ist dabei die richtige Kettenspannung. Anders als bei vielen Fahrrädern mit Kettenschaltung wird diese bei einer Nabenschaltung häufig direkt über die Position des Hinterrades eingestellt. Sitzt die Kette zu locker, kann sie während der Fahrt abspringen. Ist sie hingegen zu straff gespannt, erhöht sich der Verschleiß von Kette, Ritzel und Lagern.
Zur Orientierung kann folgende Übersicht helfen:
| Kettenspannung | Auswirkung |
|---|---|
| Zu locker | Kette kann abspringen |
| Zu straff | Erhöhter Verschleiß |
| Optimal | Leichtes Spiel von etwa 1–2 cm |
Erst wenn die Kettenspannung stimmt und das Hinterrad mittig im Rahmen sitzt, sollten die Achsmuttern endgültig festgezogen werden. Anschließend werden Schaltzug und gegebenenfalls die Bremse wieder angeschlossen.
Prüfen Sie zum Abschluss alle Gänge im Stand und drehen Sie das Hinterrad einige Male durch. So lassen sich mögliche Montagefehler frühzeitig erkennen.

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Typische Fehler beim Ausbau vermeiden
Der Ausbau eines Hinterrades mit Nabenschaltung ist grundsätzlich keine komplizierte Arbeit. Viele Probleme entstehen jedoch durch kleine Unachtsamkeiten beim Zerlegen oder Zusammenbauen. Wer die einzelnen Schritte sorgfältig dokumentiert und alle Bauteile geordnet ablegt, spart sich später oft viel Zeit und Ärger.
Ein häufiger Fehler besteht darin, Unterlegscheiben oder Sicherungselemente in der falschen Reihenfolge zu montieren. Diese Bauteile übernehmen wichtige Aufgaben bei der Positionierung des Hinterrades und der Funktion der Schaltung. Werden sie vertauscht, kann dies zu Schaltproblemen oder einem schief sitzenden Hinterrad führen.
Auch die Kettenspannung wird häufig unterschätzt. Schon wenige Millimeter können darüber entscheiden, ob die Kette sauber läuft oder unnötig verschleißt. Nach dem Einbau sollte deshalb immer kontrolliert werden, ob das Hinterrad gerade sitzt und die Kette korrekt gespannt ist.
Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- vertauschte Unterlegscheiben
- nicht korrekt befestigte Schaltzüge
- eine falsch eingestellte Kettenspannung
- schief eingesetzte Hinterräder
- zu locker angezogene Achsmuttern
Wer nach dem Zusammenbau eine kurze Funktionsprüfung durchführt, kann die meisten Probleme schnell erkennen und beheben.
Wann sollte die Werkstatt übernehmen?
Viele Wartungsarbeiten rund um Reifen, Schlauch oder Kette lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick selbst erledigen. Treten jedoch Probleme an der Nabenschaltung selbst auf, ist der Besuch einer Fachwerkstatt oft die bessere Wahl.
Das gilt insbesondere dann, wenn sich die Schaltung nach dem Wiedereinbau nicht mehr korrekt einstellen lässt oder ungewöhnliche Geräusche aus der Nabe auftreten. Auch beschädigte Gewinde, verbogene Achsen oder Defekte an der Bremse sollten von Fachpersonal überprüft werden.
Eine professionelle Wartung kann in solchen Fällen nicht nur Zeit sparen, sondern auch größere Folgeschäden verhindern.
Häufige Fragen zu Hinterrad Ausbau Nabenschaltung (FAQ)
Ist der Ausbau bei einer Nabenschaltung schwieriger als bei einer Kettenschaltung?
Etwas. Da zusätzlich der Schaltzug und gegebenenfalls die Bremse gelöst werden müssen, sind einige Arbeitsschritte mehr erforderlich. Mit etwas Vorbereitung ist der Ausbau jedoch auch für Hobby-Schrauber gut machbar.
Muss bei jeder Nabenschaltung der Schaltzug gelöst werden?
In den meisten Fällen ja. Da die Schaltmechanik direkt mit der Hinterradnabe verbunden ist, muss die Verbindung vor dem Ausbau des Hinterrades getrennt werden.
Wie erkenne ich die richtige Kettenspannung?
Die Kette sollte ein leichtes Spiel von etwa ein bis zwei Zentimetern haben. Sitzt sie deutlich lockerer oder straffer, sollte die Spannung korrigiert werden.
Kann ich das Hinterrad auch ohne Montageständer ausbauen?
Ja. Alternativ kann das Fahrrad vorsichtig auf Lenker und Sattel gestellt werden. Ein Montageständer erleichtert die Arbeit jedoch deutlich.